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Rinde.
In trocknem Zustand brennt es, ohne zu schmelzenoder sich aufzublähen, mit ziemlich lebhafter Flamme, mitdem Geruch nach gebranntem ßrod und Zurücklassung ei-ner weifsen Asche. Bei der trocknen Destillation giebt es0,303 einer, Ammoniak und Essigsäure enthaltenden Flüs-sigkeit, 0,21 eines dicken braunen Oels und 0,263 Kohle,nach deren Verbrennung 0,079 Asche, phosphorsaurenKalk enthaltend, Zurückbleiben. In Wasser aufgeweichtund in der Luft gelassen, wird es weicher und fault, an-fangs mit fadem, hernach mit faulem thierischen Geruch.Das Wasser reagirt weder sauer noch alkalisch, enthältetwas Schwefelwasserstoff und giebt mit Essigsäure einenschleimigen Niederschlag. Von Schwefelsäure wird dasFungin verkohlt. Salpetersäure löst dasselbe mit Gasent-wickelung auf; es wird erst gelb, erweicht dann, schwilltauf und verwandelt sich in bitteren Stoff, Gerbstoff, Oxal-säure und Cyanwasserstoffsäure. Durch Kochen mit Chlor-wasserstoffsäure verwandelt es sich in eine gallertartige,sich auflösende, und durch Alkali wieder fällbare Sub-stanz. Eine concentrirte Auflösung von kaustischem Kalilöst dasselbe im Kochen langsam zu einer seifeähnlichen,durch Säuren in Flocken fällbaren Masse auf. In feuch-tem Zustand nimmt das Fungin aus der GalläpfeltincturGerbstoff auf und färbt sich braungrau.
C. Rinde.
Sie bildet die äufserste Bedeckung der Pflanzen. Sie be-steht, gleich wie die Haut der Thiere, aus einem Oberhäut-chen (Epidermis) und einer lebenden Rinden-Sub-stanz, welche bei den kleineren Stämmen und Aesten einegrüne, mit Säften erfüllte Masse bildet, die oft Stoffe vongrofser Wichtigkeit zu medicinischem und ökonomischemBehufe enthält. Beim Wachsen des Stammes bilden sichOberhaut und saftige Rinde nicht in gleichem Verbältnifs,sondern die äufsere Schicht der ersteren berstet und stirbtab, und bleibt dann als eine an Dicke beständig zuneh-mende Bekleidung, voller unregelmäfsiger Längenrisse,sitzen. Auf diese Art bildet sie z. B. bei dem Korkbaum