Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
Seite
603
Einzelbild herunterladen
 

wobei es nicht selten der Länge nach springt, behält aberdabei seine Länge. Man giebt an, dafs in dem trocknenHolz unserer gewöhnlichen Bäume 96 Proc. Holz und4 Proc. auflösliche, durch die angeführten Auflösungsmit-lel ausziehbare Stoffe enthalten seien. Diefs ist jedochnach den verschiedenen Jahreszeiten, in welchen der Baumgefällt wurde, verschieden, wie wir schon früher (p. 196.)gesehen haben. Yon diesen zurückbleibenden Stoffenscheint auch die ungleiche Farbe der verschiedenen Holz-arten im Allgemeinen herzurühren, indem sich dabei Farb-stoff der Pflanze in dem Holze mit einer chemischen AJIi-nität befestigt, gleichwie wir diefs beim Färben von Lei-nen künstlich nachmachen. Nach dem Austrocknen in derWärme ist das Holz ein Nichtleiter der Elektricität, ver-liert aber diese Eigenschaft wieder, wenn es der Luftausgesetzt wird, indem es aus derselben Feuchtigkeitabsorbirt, wozu sowohl die Porosität, als auch die imHolze zurückgebliebenen zerfliulslichen Substanzen beitra-gen; durch Ueberziehen des trocknen Holzes mit Eirnifswird diesem vorgebeugt. Es ist eine bekannte Sache, dafsHolz auf Wasser schwimmt; aber dessen ungeachtet istdas specifische Gewicht des Holzes gröfser, als das des\Yassers, was man leicht dadurch findet, dafs ein im luftleeren Raum in Wasser gebrachtes Stück Holz sogleichuntersinkt. Die Ursache der scheinbar grölseren Leich-tigkeit des Holzes liegt .in der grofsen Zahl seiner mitLuft gefüllten Poren, aus welchen die Luft nur erst nachsehr langer Zeit vom W r asser verdrängt wird. Das spec.Gewicht des lnflfreien Holzes ist zwischen 1,46, dem Ge-wichte des Tannen- und Ahorn-Holzes, und 1,53, demGewichte des Eichen- und Buchen-Holzes.

Das Verhalten des Holzes im Feuer ist so allgemeinbekannt, dafs darüber nichts weiter zu bemerken ist, unddie Verbrennung und Verbrennungs-Producte der Pflan-zenstoffe werden aufserdem noch weiter unten besondersabgehandelt. — Durch gemeinschaftliche Einwirkung derLuft, des 'Wassers und des Lichts, wird das Holz nachund nach zerstört. Es wird zuerst hellgrau, und dann fau-