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Der Saft und seine Bewegung.
ranke, welche- in der Periode, wo die -Bewegung desSaftes am stärksten ist, abgeschnitten war, einer Queck-silbersäule von 0,825 Meter Höhe (33 i Zoll P) das Gleich-gewicht hielten. Man hat viel nach den Gefäfsen gesucht,welche dieselben führen, ohne aber mit einiger Sicherheitmehr bestimmen zu können, als dafs sie in dem Holzeliegen, und dafs die Bewegung des Saftes von der Wur-zel nach den Extremitäten geht. Die Mechanik, wodurchder Saft fortgetrieben wird, ist ebenfalls der Gegenstandvieler Forschungen gewesen, ist aber hier, gleichwie inden Capillargefäfsen der Tliiere, völlig unbekannt. Esbedarf gewifs nicht vielen Nachdenkens, um zu finden,dafs sie in auf einander folgenden Erweiterungen und Zu-sammenziehungen bestehen müsse, aber diese Bewegunghat nicht genügend erwiesen werden können, und manhat sich keine wahrscheinliche Vorstellung von der Me-chanik machen können, welche bewirkt, dafs der Saftimmer ununterbrochen dieselbe Pachtung nimmt, weil dieContractionen ohne eine solche ihn nach allen Richtun-gen gleich auspressen müßten. Man hat vermuthet, eskönnten die Gefäße mit Klappen, ungefähr von dersel-ben Einrichtung wie in den Venen der warmblütigenThiere, versehen sein; aber die Unrichtigkeit dieser Ver-muthung wird ganz entscheidend durch den Versuch be-wiesen, wenn man einen jungen Baum umkehrt, die Kronein die Erde eingräbt und die Wurzel in der Luft läßt,wobei die Zweige der ersteren Wurzeln werden und denSaft in entgegengesetzter Richtung nach den ehemaligenWurzeln treiben, welche Knospen bekommen und Blätterausschlagen. Die Richtung der Bewegung ist sonst dasam wenigsten schwer Verständliche. Nachdem wir gese-hen haben, dafs die Wurzel das Vermögen, einzusaugen,hat, und folglich keine Flüssigkeit abgiebt oder heraus-läßt, so müssen die eingesaugten Flüssigkeiten, nach-dem sie in Röhren gekommen sind, welche sich in-zwischen langsam durch Zusammenziehen entleeren, dahinihre Richtung nehmen, wo der Widerstand am geringstenist und die Flüssigkeit am besten vorwärts kommt, was,III. 13