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Die "Wurzeln wählen die Stoffe
gedeihen. In der Salmiak-Auflösung lebte die Pflanze,aber abzehrend und ohne Wurzeln ansznschlagen. In derAuflösung von Gummi und essigsaurer Kalkerde verwelktesie nach 10 Tagen, und starb nach 3 Tagen in der Auf-lösung von Zucker und der von scbwefelsaurem Kupfer-oxyd. Die Bidens zeigte dasselbe Verhalten, aber in kür-zeren Perioden.
Um zu bestimmen, ob diese Auflösungen unverändertaufgenommen würden oder nicht, stellte er mehrere Stöckedieser Pflanzen in Auflösungen der genannten Salze, undnachdem nach der Vegetation von einigen Tagen unge-fälir die Hälfte der Flüssigkeit aufgesogen war, untersuchteer den Salzgehalt in der übrig gebliebenen, und fand dann,dafs von 100 Th. Salz, welche sich in der ganzen Auflö-sung fanden, die Pflanze mit der aufgesogenen Hälfte derFlüssigkeit aufgenommen hatte von
Polyg.
3num.
Bidens.
Polyg.
Bid.
Chlorkalium
14,7
16
Essigsaurem Kalk
S
8
Chlomatrium
13,0
15
Schwefels. Kupfer
47
48
Salpeters. Kalk
4,0
S
Zucker
29
8
Schwefels. Natron 14,4
10
Gummi
9
32
Salmiak
12,0
17
Humusextract
5
6
Man findet also hier, dafs die Pflanzen ungleicheMengen, aber am meisten von den schädlichsten Stoffen,aufnahmen; de Saussure erklärt diefs daraus, dafs dieschädlicheren Stoffe bald das Vermögen der Pflanzen, die-selben auszuschliefsen, zerstörten, worauf die Auflösunggeradeweg aufgesogen wurde, statt dals bei den übrigendas Wasser fortwährend in einem größeren Verhältnisse,als das darin aufgelöste Salz, aufgenommen werden konnte.
De Saussure versuchte ferner, die erwähnten Pflan-zen in eine Portion Wasser zu setzen, welches mehrereSalze zu gleichen Theilen aufgelöst-enthielt, und nach derVegetation von einiger Zeit die übriggebliebene Auflösungzu untersuchen.
Eine jede Auflösung enthielt ein Procent von einemjeden der aufgelösten Salze.