Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
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Methode, langsam und progressiv

hygroscopische Feuchtigkeit anziehen könnte. Sie wirdnun in die zur Bewerkstelligung der Verbrennung be-stimmte Röhre gebracht. Das zuletzt in der Reibschalebleibende wird mit Hülfe von gröberem Kochsalzpulver,womit es vermengt und in die Röhre gebracht wird, her-ausgenommen.

Diese Röhre, Fig. 1., hat i Zoll inneren Durchmes-ser, und ist an dem einen Ende zugeschmolzen. Auf denBoden derselben legt man ein Gemenge von Kochsalz undetwas chlorsaurem Kali, frei von Zusatz von dem zu ana-lysirenden Körper. Darüber legt man die zusammenge-riebene Masse, deren letztes Viertel mit mehr Kochsalzvermischt wird, um im Anfänge die Heftigkeit der Ope-ration leiten zu können, und zu oberst legt man etwasKochsalz, das mit ein wenig chlorsaurem Kali vermengtist. Dadurch, dafs man sowohl vor als hinter die brenn-bare Masse chlorsaures Kali legt, wird bezweckt, dafsdie Operation mit Sauerstoffgas-Entwickelung anfängt,so dafs wenn die Hitze auf den brennbaren Körper zuwirken anfängt, er schon in einer Atmosphäre von Sauer-stoffgas liegt; und ist die Verbrennung beendigt, so würdeein Theil Kohlensäuregas und Wassergas in der Verbren-nungsröhre, der Vorlage und der Leitungsröhre Zurück-bleiben, wenn es nicht durch das sich zuletzt entwickelndereine Sauerstoffgas ausgetrieben werden würde. Nachdemdie Masse in die Röhre gebracht ist, wird diese vor derLampe ausgezogen, so dais sie die Gestalt von Fig. 2.erhält.

Die Röhre mufs dabei so lang sein, dafs man siebeim Ausziehen am offenen Ende halten kann, um dasEindringen von Wasserdämpfen durch die zu grofse Näheder Flamme an der Mündung vermeiden zu können. Dasausgezogene Ende der Röhre wird in ein kleines, vorder Lampe ausgeblasenes Gefäfs geführt, das die Gestaltvon Fig. 3. hat, und so klein wie möglich sein mufs. DieVerbindung macht man mittelst elastischer Röhren vonCautschuck (auf die, bei diesem Artikel im 4. Theile an-geführte Weise). Dieses Gefäfs hat zum Endzweck, das