Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
Seite
159
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durch rasche Verbr. mit chlorsaurem Kali. 159

die Einmengung der atmosphärischen Luft unter die Ver-brennungsprodukte zu verhindern, und um nicht nölhigzu haben, für das, was nach beendigtem Versuche in derRöhre zurückbleibt, einen unsicheren Abzug vorzuueh-men. Darauf wurde eine gewogene Portion von trock-nen Kugeln abgebrannt, welche 0,5 bis 0,G Gramm or-ganischen Stoffes enthielten, und das sich entwickelndeGas wurde über Quecksilber in Glasgefäfsen aufgefangen,worin es mit Genauigkeit gemessen werden konnte.

Nachdem das Volum des Gases gemessen war, wurdees hinsichtlich seiner Natur untersucht. Hierzu wurde nichtdie ganze Portion, sondern nur kleine Mengen davon ingraduirfen Röhren angewandt. Die erste Probe ging dar-auf hinaus, zu erfahren, ob die Bestanddieile des organi-schen Stoffes vollständig oxydirt worden waren, und obin dem Gase nicht eine Portion Kohlenoxydgas enthaltenwar; diefs geschah so, dafs 100 Volumtheile vom erhal-tenen Gase mit 20 Th. Wasserstoffgas vermischt und durchden elektrischen Funken verbrannt wurden. Verschwan-den dann von diesen 120 Theilen mehr als 30, so wurdedadurch erwiesen, dafs das Gas unverbrannte Theile ent-hielt, und das Resultat des Versuches war nicht zuverläs-sig; war aber cler Verlust im Volum 30 oder höchst nahe30 Theile, so war die organische Substanz vollständigverbrannt. Sie nahmen dann, nachdem diefs ausgemachtwar, eine andere Portion vom Gase in eine graduirte Röhre,und liefsen über Quecksilber etwas starke Lauge von kau-stischem Kali hinzu, welche das Kohlensäuregas absorbirte,worauf die Menge des zurückbleibenden Gases gemessenwurde. Auf diese Weise fanden sie das relative Gewichtdes Kohlensäuregases und Sauerstoffgases, und da dieGröfse des ganzen Gasvolums bekannt war, so wurde die-ses in Geyvicht verwandelt. Was das Kohlensäuregas undSauerstoffgas zusammen weniger wogen, als das Gewichtdes organischen Oxydes, zu dem Gewichte des aus demSalze entwickelten Sauerstoffs gelegt, betrug, wurde fürWasser genommen, dessen Wasserstoffgehalt daraus be-rechnet wurde, und anzeigte, wie viel Sauerstoff das or-