Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
224
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224 Achtzehntes Kapitel beschließt vielleicht langweilig.

auch auf eine etwas seltsame Art. Er fand nämlich einenKunsthändler, für den er eine Gallerie von Abnormitätenund Häßlichkeiten des menschlichen Geschlechts zusammenstellte,eine in ihrer Art ergötzliche Sammlung, worin das Portraitdes Künstlers selbst in den schauerlichsten Verzerrungen häufiggenug vorkam. Doch wurde Herr Krimpf sehr menschen-scheu, ließ sich selten vor'der Welt sehen, und wenn diesgeschah, blickte er Allen, mit denen er zusammenkam, miteinem Ausdrucke des Hasses und Mißtrauens in die Angen,'nur wenn er allein war, konnte er sich einer seltsamenLustigkeit hiugeben, und da hörte man ihn wohl stunden-lang den Refrain eines unbekannten Liedes singen:Lllsn-tons, Iiuvons, trsleralerg."

So sind wir denn, theurer und geneigter Leser, amSchlüsse unserer Geschichte angekommen, und wenn wir unshiermit von dir verabschieden, so thun wir es in der Hoff-nung, daß du in derselben irgend etwas gefunden, wasdich erfreut und dein Interesse erregt. Dürfen wir in dieserVoraussetzung glauben, daß die Ueberschrift des ersten Ka-pitels nicht wie der gewisse rothe Faden durch unsere ganzeArbeit läuft, so ist uns das eine süße Belohnung, undwir wollen dir dann die Versicherung geben, daß wir denAugenblick, wo wir zur vorliegenden Erzählung die Federangesetzt, für einen guten Augenblick erklären, füreinen Augenblick des Glücks.