beschließt vielleicht langweilig. 221
„Ich nicht, aber ich befürchte, jenes arme junge Mäd-chen hat in ihrer Zuneigung für mich die Sache ernsthaftergenommen, als mir lieb ist."
„Darüber kannst du dich vollkommen beruhigen," ent-gegnete der Major, indem er sich Mühe gab, nicht lauthinauszulachen. „Aus der allerbesten Quelle weis; ich, daßsie sich über deinen Verlust vollkommen getröstet und imBegriff steht, sich mit einer älteren Liebe zu verheirathen.Ich kann dich auch versichern, daß ich mich der jungenLeute annehmen und alles Mögliche zu ihrem ferneren Fort-kommen thun werde."
Dieses Versprechen schien dem neuen Legationsrath eineEentnerlast von; Herzen zü nehmen, und cs war in derThat komisch anzusehcn, wie er mit einer affektirten Rüh-rung seine beiden Hände zum Wagenschlag hinausstrcckte,um die Rechte des Freundes nochmals zn drücken.
„Nun aber mache, daß du fortkommst!" rief dieser,„du solltest schon um sieben Uhr abreiscn, ich will deineFreundschaft für mich nicht mißbrauchen, — Leb wohl!"
„Leb wohl, lieber Fernow! und denke mein bei dei-nen; nächsten Augenblicke des Glücks."
Dahin rollte der Wagen, der Major blickte ihm einpaar Minuten lang nach, dann wandte er sein Pferd, nichtum nach der Stadt zurückzukehren, sondern um in einen; ani-mirten Jagdgalopp die Straße nach Eschenburg zu verfolgen.
Was mochte er dort suchen? — Ah! gewiß jene Equi-