216
Siebzehntes Kapitel.
einen Augenblick inne, Fcrnow. Fragen Sie vorher unsereschöne Helene, ob und wann sie wünscht Oberstjägermeisterinzu werden."
Der arme Major crschrack fast, als er den Regentenso reden hörte: er warf einen Blick auf Fräulein von Rip-perda , die aber ihre Stellung durchaus nicht veränderte undetwas außerordentlich Interessantes auf dem Schloßplatze zubetrachten schien.
„Nun, wenn Sie nicht fragen wollen," fuhr Se. Ho-heit lachend fort, „so lesen Sie das Schreiben des BaronNigoll."
Herr von Fernow öffnete das Papier mit einer immerwachsenden Spannung. Er durchflog den Inhalt, und alser ihn übersehen, tanzten die Worte fast vor seinen Augenherum. Nachdem er sich einen Augenblick gesammelt, stürzteer auf den Regenten, zu, ergriff dessen Hand und drücktesie trotz allem Widerstreben an seine Lippen. Er waraußer sich; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gaukeltenin glänzenden Bildern vor seiner entzückten Seele; er ver-gaß sich soweit, daß er sich stürmisch Helene näherte, diezusammenschrcckte bei dem Ton seiner Stimme, als er ihrdie Frage that, die ihm der Herzog befohlen.
Um den geneigten Leser nicht im Ungewissen zu lassen,was den jungen Offizier so außer sich brachte, wollen wirnicht verschweigen, daß das Schreiben Sr. Excellenz des