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Siebzehntes Kapitel.
mann mit einer so wichtigen Miene, das; sie fast komischauSsah, während der Adjutant in den Salon trat.
Nach einigen Augenblicken erschien Fernow wieder,winkte dem Kammerhcrrn und lies; ihn cintretcn, währender selbst draußen bei dem Kammerdiener blieb.
Herr Kindermann hatte verstohlen eine Prise genom-men, dann sanft auf die Halsbinde geklopft, um jedesStäubchen zu entfernen, worauf er sich die Hände rieb undmild lächelnd sagte: „Wer hätte das Alles vor drei Tagengedacht! Was hat sich hier auf einmal verändert!"
„So viel," entgcgnete Herr von Fernow, „das; manes kaum fassen kamt. So sehr mich auch die wichtigen Ver-änderungen bei Hof erfreuen, so bin ich doch Egoist genug,um vor Allein daran zu denken, wie sich meine Stellungin kurzer Zeit umgewandelt hat. Denken Cie noch anjenen Abend, als ich im Vorzimmer war, und da Sie zu-fällig abwesend waren, dem Rufe der Klingel folgte undin das Kabinet des Regenten trat?" —
„Ob ich mich daran erinnere!" versetzte Herr Kinder-mann, indem er sanft mit dem Kopfe nickte. „Mancher anIhrer Stelle, Sie selbst vielleicht zu andern Zeiten hättengedacht: was geht das mich an? Sie wären ruhig ihrerWege gegangen und hätten einen Augenblick verpaßt, andem vielleicht Ihr ganzes künftiges Schjcksal hängt."
„Ja, — ein wichtiger Moment," sprach nachdenkend derAdjutant. — „Mein Freund Wenden würde sagen: —" —