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Sechzehntes Kapitel.
wer heute den kleinen Finger bietet, morgen in den Fallkommen kann, die ganze Hand geben zu müssen. Undnach dieser ganzen Hand angelte Herr von Wenden seiteinigen Augenblicken mit großer Ausdauer.
Wenn sich auch ihr Gefühl dagegen empörte, als siedie Berührung seiner kalten Finger auf ihrem lebenswarmcnArme fühlte, so konnte sie doch keinen Schritt zurück, undsie wußte nicht, sollte sie einen lauten Aufschrei thun odersollte sic, den Angreifer bei Seite schleudernd, sich gewalt-sam Bahn neben dem Tische vorbei mache». Das überlegtesie in der ersten Sekunde; in der zweiten aber dachte siean das Haus, indem sie sich befand, wo jedes laute Wortrechts, links, oben und unten gehört wurde, nud als siedarau dachte, hielt sie cs für rathsam, sich noch nicht zumAeußersten zu entschließen.
Ja, sie lächelte sogar, aber es war ein kaltes, traurigesLächeln, und während sie lächelte, biß sie die Zähne aufeinander. „Jetzt bitte ich aber — Herr Baron," sagte dasjunge Mädchen, während sie immer zwischen ein paarWorten den Athem an sich zog, „jetzt bitte ich aber —diese Unterredung — zu enden. — Gewiß, Herr Baron.
— Was Sie mein — Entgegenkommen nennen, darinhaben Sie sich vollkommen geirrt. — Wenn ich zuweilen
— am Fenster war, so geschah das — wie ich schon be-merkte — ganz ohne alle Absicht. — Und wenn ich —Ihnen sage, — daß eS ohne Absicht geschah," setzte -sie