Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
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Eine goldene Brücke.

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beneidenswert!) sein, wenn es mir erlaubt wäre, Ihnen einfreundliches Wort sagen zu dürfen. Sind Sie so gut wieschön, so darf auf eine Antwort hoffen Ihr ganz ergeben-ster Verehrer."

Und weiter?" fragte lachend der Major,

Weiter nichts!" antwortete verwundert der Kammerherr.

Keine Unterschrift?" ^

Meinst du vielleicht, ich sollte irgend einen BuchstabenHinsehen?"

Du gefällst mir mit deinen anonymen Liebesbriefen.In solchen Fällen, wie der vorliegende, tritt man nicht imGeheimen auf, sondern sehr öffentlich und unterschreibt mitseinem ganzen Namen."

O, du spaßest!"

Nicht im Geringsten. Aber du besitzest eine gewaltigeEinbildungskraft! Da soll ein anständiges Mädchen, dennfür das halte ich sie nach deinen Beschreibungen auf einenWisch antworten, der keine Unterschrift hat! Nein, nein!Entweder laß die ganze Geschichte fallen oder gib deinenganzen Namen: Baron Eduard von Wenden."

Das ist am Ende compromittircnd," sagte der Kam-merherr:doch wenn du meinst," fuhr er fort, als ersah,wie der Offizier ungeduldig die Achseln zuckte,soll es mirauch darauf nicht ankommen."

Er unterschrieb mit einem raschen Federzuge.

Jetzt hoffe ich, bist du zufrieden: Baron Eduard von

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