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Vierzehntes Kapitel.
nicht ohne Bitterkeit, „für einen so großen Lohn kann manschon etwas riskiren."
„Aber unsere Dicnstgeschäfte sind hiemit zu Ende. Lie-ber Wenden, du hast das Vertrauen, welches der Regentin dich setzte, glänzend gerechtfertigt. Du wirst aber erstau-nen, wenn ich dir sage, daß derselbe bereits von der gan-zen Geschichte unterrichtet war, und nur wissen wollte, wieweit du in deinem, verzeih' mir den Ausdruck, blindenEifer gehen würdest, der Prinzessin hinter seinem Rückenzu dienen."
„Nicht weiter, als ein Mann von Ehre gehen darf,um den Wünschen einer hohen Dame gerecht zu werdenund doch nicht gegen den Gehorsam zu verstoßen, den erseinem Landesherrn schuldig ist."
Das sagte Herr von Wenden mit außerordentlicherWichtigkeit und nahm dabei die Attitüde eines Volksrednersan. Er schob die rechte Hand unter seinen seidenen Schlaf-rock auf die Brust, aber nur einen Augenblick; dann zog er-ste wieder hervor und fuhr mit einer gefälligen Bewegungfort: „Von diesen meinen vollkommen guten Gesinnungengegen den Regenten werde ich mir erlauben dich Schwarzauf Weiß zu überzeugen. Sieh hieher."
Damit ging er an den Schreibtisch und nahm einBlatt Papier, das er dem Adjutanten hin hielt. Es wardas Concept eines Schreibens an den Regenten, woriner denselben zur Mittheilung eines wichtigen Geheimnisses