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2 (1857)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

wer neben dem verhaßten Nebenbuhler die Treppen Hinab-stieg. O wäre der hundert Meilen von diesem Platze ent-fernt gewesen! Wie ein Kind nach blendendem Blitz ent-setzt auf den heftigen Donnerschlag wartet, so lauschte erangstvoll auf ihre Gegenrede.

Ja sie war es. Es war Helene von Ripperda, dieaus ihren Dienstzimmern im Schloß in ihre Stadtwohnung zu-rückkehren wollte. Und wenn sie dem Oberstjägermeister auch zurAntwort gab:Ich will Sie wahrhaftig nicht bemühen, meinWagen steht ja ebenfalls bereit," wenn sie ihm auch mit diesenWorten seine Bitte verweigern zu wollen schien, so war dochder Klang der Stimme so freundlich, daß der arme Lauscherdarob seine Hände zusammenballte. O, seine Leidenwaren noch nicht zu Ende.Diesmal lasse ich mich nichtabweisen, mein schönes Fräulein," sagte die Excellenz lustig,ich muß Sie sonst bei Ihrer Durchlaucht und sogar beider Oberhofmeisterin verklagen. Schicken Sie Ihren Wagenweg. Ich erbitte es mir als eine Gunst, ja, als eineGnade, Sie in meiner Equipage begleiten zu dürfen."

Das dank' ihm der Teufel, daß das eine Gunst ist,"dachte ingrimmig Herr von Fernow, indem er niit den Zäh-nen knirschte.Wenn ich mich sehen ließe? Doch nein.Was brauche ich zu ihrer Hülfe zu erscheinen, o, diesstolze Mädchen ist selbstständig genug, ihren Willen durch-zusetzen. Sie ist nur nachgiebig, wo es ihr gefällt. Fahr' hin!"

Der Klang der Schritte und das Rauschen der sei-