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2 (1857)
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Dreizehnte» Kapitel.

Ihrer Durchlaucht der Prinzessin lassen dem Herrn Kam-merdiener Seiner Hoheit des Regenten ein gehorsames-Compliment machen, und da die Herrschaften bei IhrerHoheit der verwittwetcn Frau Herzogin sein werden, solassen der Herr Kammerdiener anfragen, ob es dem HerrnKammerdiener angenehm wäre, wenn elfterer den letzterenHerrn auf ein Stündchen besuche. Er habe sich eine kleineErdbeerbowle angesetzt und möchte sich erlauben, dieselbegleichfalls bei dem Besuch erscheinen zu lassen/' Daraufhatte Herr Kinder mann den Besuch huldreich acceptirt,und die beiden würdigen alten Herren, saßen nun in demuns wohl bekannten Kabinet vor dein Kamin.

Der Kammerdiener der Prinzessin, Herr Stepp ler,war fast von gleichem Alter, wie Herr Kindermann, dochwie diesen ein ewiges freundliches Lächeln schmückte undverjüngte, so herrschte auf den Zügen des Andern beständigein finsterer Ernst; dabei ging er ziemlich gebückt, hustetefast bei jedem Worte, meistens aus schlechter Angewohnheitund weil er es bei vorkommenden Fällen für zweckdienlichgehalten hatte, eine Brustkrankheit zu affektiren. Er warein altes Möbel bei Hofe, und hatte schon bei der Mutterdes höchstseligen Herrn gedient, die eine wunderliche Dame war,und über welche sich die beiden Veteranen gerade unterhielten.

Ja," sagte Herr Steppler,so etwas kommt dochheut zu Tage nicht mehr vor, daß man für den Schooß-hund ein eigenes Schlafzimmer hält, eine Bonne zur Auf-