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Zwölftes Kapitel.
leinS von Ripperda gehörten. Letztere waren matt, dieerstcrcn hell beleuchtet. Herr von Fcrnow wandte sich miteinem langen, innigen Blick den letzteren zu und dachteseufzend: — „Werda einen Vorwand hätte, um mich nurauf einen Augenblick eintreten lassen zu dürfen, nur eine»Augenblick, nur um sie zu sehen, wie sie vielleicht in irgendeinem Fauteuil ruht, den Kopf verstohlen auf die Handstützt und an dies und das denkt. — O, an dies und das?Wer ist wohl so glücklich, das Dies und Das zu sein?"— Es war Furcht vor zu großem Glück, daß er alsodachte, und in dem andern Augenblick, als er wohl fühlte,daß sein Herz heftiger schlug, wagte er sich zu gestehen,daß er wohl selbst das Dies und Das wäre, und daß einMädchen wie Helene, nachdem sie ihm einmal gestanden, sieliebe ihn ein wenig, wann und innig an ihn denke. —Ja, er war glücklich; denn wie. mußte der geliebt sein, demdies stolze energische Mädchen, wenn auch noch so flüchtigdie Hand gedrückt. Und das hatte sic gethan. Ja, anjenem Abend und gestern abermals, als er sie in den Wa-gen gehoben. Auf das hin kam Fernow die eigene Handwie geweiht vor, und er betrachtete sie lauge und aufmerk-sam und küßte die Stelle, wo ihre Finger geruht. Zugleicher Zeit hob er die also geküßte Hand empor undwinkte damit ein Mal, zwei Mal, drei Mal zu den erleuch-teten Fenstern. Ob sie das fühlte? Wir glauben fast; dennwir glauben an die Kraft jener allgewaltigen Liebe, die in