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4 (1829)
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358
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Hauptartikel christlicher Lehre, ^

Es wundert manche Menschen ohne Zweifel, aus welchen >Ursachen auch vornehme, vorsichtige Leute oft in Elend undSchande fallen; aber hier findest du die Ursach in diesem Spruch:daß sie zuvor Gottes Namen geunehret, und Aergerniß eingerich-tet haben.

Und sonderlich sollen wir, die wir im Bekenntniß des Evan-gelii sind, bedenken, wie hart Gott zürnet über die, so dem Evan-gelio einen bösen Namen machen. Von wegen solcher Sündehat Gott den Hohenpriester Eli und seine Söhne verstoßen, wie ider Text spricht, 1. Sam. 2:Die Sünde der Knaben war sehr !

groß vor dem Herrn; denn die Leute lästerten das Opfer des !

Herrn."

Wie nun Gott ernstlich gezürnet über die, so Ursach gege-ben haben, übel zu reden vom Opfer, also sollst du nicht zwei-feln, Gott zürnet ernstlich und schrecklich über die, so zu Läste-rung oder Verachtung des Evangelii Ursach geben oder Helsen. ^Darum sollen wir vorsichtig sein in der Lehre und Sitten, daß lwir nicht in diesen Zorn Gottes fallen, mit ärgerlicher Lehre, !oder schändlichem Exempel!

Von weltlicher Obrigkeit.

Das leibliche Leben hat Stände und Werke, die zur >Er- j'Haltung des menschlichen Geschlechts dienen, und sind von Gott §mit besonderem Maß Und Weise geordnet, in welcher Ordnungwir erkennen sollen, daß diese menschliche Natur nicht ohne be-sondern Gottes Rath geschaffen sei; item, daß Gott darin seineGütigkeit gegen uns scheinen läßt, daß Er uns will erhallen undGutes thun u. s. w.

Und ist erstlich der Ehestand; denn Gott will nicht, daßmenschliche Natur irre laufe, wie das Vieh; darum dieser Standschön geordnet ist, 1. Mose 2 und Matth. 19 und 1. Kor. 7,daß eine ewige unzertrennliche Gesellschaft sein soll eines Man-nes und einer Frau.

Weiter ist auch geordnet von Personen, welche zusammen ^heirathen mögen, und welchen es verboten 3. Mose 18. In die- >

sen Orten findest du vornehmlich die nöthige Lehre vom Ehestan- Ide, der sehr eine liebliche, schöne Gesellschaft und Kirche Gottes !ist, so zwei also in rechtem Glauben und Gehorsam gegen Gott,freundlich beisammen leben, Gott zugleich anrufen, Kinder zu Got- ^les Erkenntniß und Tugend aufziehen. '