genannt Imei tlreolvgiei. Zsig
Daß nun dieser Stand von Gott geschaffen und mit gött-lichem Wort bestätiget und gepriesen, und in denen, so rechtglauben, ein heiliger Gottesdienst sei, das ist gewiß aus vielenZeugnissen in Gottes Wort; als Matth. 19, 1. Kor. 7, 1.Lim. 2 und Hcbr. 13.
Wer aber dagegen den Ehestand, wie er von Gott geordnet,zerreißet, als der Türke, oder verbietet, als die Enkratiten etwagelhan, und hernach der Papst, die handeln gewißlich wider Got-tes Befehl, und ist ihre Zerrüttung und Verbot für Teufelslehrezu achten und zu verstürben. Zudem ist öffentlich, welche Un-zucht wider Gott, und zu Schaden dem ganzen menschlichen Ge-schlecht, aus dem Eheverbot gefolget ist. Das sei vom erstenStande im leiblichen Leben gesagt.
Weiter sind noch mehr Stände und Werke geordnet, zuSchutz und Erhaltung dieses Lebens: nämlich Obrigkeit, Gericht,Strafe, rechte Kriege, Theilung der Güter, Gleichheit in Kaufenund Verkaufen, Leihen und Bezahlen; item, viele nützliche Kün-ste, Zahlen, Messen, Unterscheidung der Zeit mit dem Sonnen-lauf, der uns das Jahr macht; item, das Feldbauen, Arzenei,Baukunst u. s. w.
Wenn nun solche schönen Ordnungen alle im Leben, ohneZerrüttung gehalten würden, daß alle Regenten Gottes Ehre undder Leute Besserung und Schutz suchten; Gerichte eitel Wahrheitund Gerechtigkeit waren; in Kaufen und Verkaufen keine Un-treue, gebraucht würde, so könnte man nicht klagen über diesenützlichen, heilsamen Stande und Werke.
Weil aber der Teufel und menschliche Bosheit so viel Un-flath darein mmgcn, wie mm siehet, daß so viel schändlicher, teu-felischer Tyrannen gewesen sind, als Caligula, Nero, und Andereohne Zahl, so werden menschliche Gedanken irre ob den Regi-menter,, zweifeln, ob sie von Gott seien, oder nicht.
Darum sind sehr viel tolle und verwirrte Geister gewesen,als Marcion, die Manichäer, und dasselbe ganze Geschmeiße; undzu diesen Zeiten die Wiedertäufer, die Obrigkeit, weltliche Regie-rung, Gericht und Strafe als eitel Sünde wider Gott, verwor-fen und gelästert haben, und dabei hart gestritten, wer ein Amthabe, König, Fürst, Richter, Kciegsmann, Diener der Gerichtesei, der könne nicht selig werden.
Es haben auch viel Andere, als Celsus, Julianus, Marccl-linus, das Evangelium gelästert, als sei cs wider die Regimente;Weil im Evangelio stehet, wir sollen nicht eigene Rache üben;