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Auch ist diese Rede verworfen: Christus ist eine Kreatur.Denn so die Arianer also sprachen, suchten sie Betrug, und men-geten ihren Jrrthum mit unter, daß die göttliche Natur in Chri-sto wäre nicht natürlicher Gott, sondern eine geschaffene Personaus Nichts, wie die Engel. Diesen schrecklichen Jrrthum hatman ernstlich verwerfen und strafen müssen.
Aus diesem Allen sind nun diese Antworten zu merken aufetliche Argumente, die in dieser Sache angezogen werden.
Das erste: Gott ist unsterblich. Wie kann denn ChristusGott sein, so er gestorben ist? Antwort: Christus ist gestorbennach menschlicher Natur, wie Er gegessen, getrunken und ge-schlafen hat nach menschlicher Natur, und bleibet dennoch die gött-liche Natur in Ihm, die nicht sterblich ist, und bedarf nichtSpeise oder Schlaf. Also der Kaufmann rechnet nach der Sele,und ist dennoch der Leib dabei, und sind Sele und Leib eine ei-nige Person.
Das andere: Im Evangelio Johannis spricht Christus: „derVater ist größer denn Ich;" item: „ Vater, mache mich herrlich!"Wie kann nun Christus Gott und allmächtig sein, wenn Er demVater nicht gleich ist an Macht und Ehre? Dieses Argumenthaben die Arianer vornehmlich angezogen, so doch diese wohl ge-gründete klare Antwort dagegen zu geben ist:
Man soll sehr fleißig merken den Unterschied der Reden vomWesen und vom Predigtamt, oder gegenwärtigen Dienst. DieReden vom Wesen sagen allezeit von gleicher Macht und Ehren,als im ersten Kapitel Johannis: „das Wort war Gott, und alle^Dinge sind durch dieses Wort geschaffen u. s. w." Und im fünf-ten Kapitel: „Was der Vater wirket, das wirket auch der Sohn."
Aber viele andere Reden sagen vom Predigtamte, und vorrder Zeit des gegenwärtigen Dienstes, darin Er hat leiden sol-len. Als da Er spricht: „Ach Gott, wie hast du mich verlas-sen!" Diese Reden und andere dergleichen sagen nicht vom We-se», sondern vom jetzigen Dienste, darein Er uns zu Gute ge-steckt ist, und hat sich gedemüthiget, und ist ein Prediger undOpfer worden. So fern ist Er als der Gesandte und Dienerin diesem Dienst unter der göttlichen Majestät, die Ihn gesandthat, und den großen Zorn wider unsere Sünde auf Ihn ausge-gossen. In diesem Elende ist Ec die Zeit geringe und schwach,nicht daß das Wesen anders sei, sondern die Macht wird dieseZeit nicht erzeiget. Und dieses ist also aus wunderbarlichem Na-