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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
Entstehung
Seite
171
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was das Allerärgste ist, das ist dieses, daß man keine Besse-rung hoffen darf, indem ein Jeder vermeint, wofern er nur,wenn cs wohl geräth, von acht zu acht Tagen dem Gottes-dienste beiwohne und sich etwa das Jahr hindurch einmalvermeintlich mit Gott versöhne, so habe er, als ein frommerChrist, nicht allein Alles wohl auSgcrichtet, sonder» Gottsei ihm noch dazu für solche laue Andacht gar viel schuldig.Sollte ich nun wieder »ach solch einem Volk verlangen?Müßte ich nicht besorgen, wenn ich diese Insel, auf welchemich der liebe Gott ganz wunderbarlichcr Weise versetzt hat,wiederum verließe, es würde mir auf dem Meere ergehen,wie dem Propheten Jonas? Stein !" sagte er, vor einemsolchen Beginnen wolle mich Gott behüten!"

Wie ich nun sah, daß er so gar keine Lust hatte, mituns abzufahren, fing ich ein anderes Gespräch an und' fragteihn, wie er sich denn so einzig und allein ernähren und be-helfen könnte? Desgleichen, ob er sich, indem er so vielehundert und tausend Meilen von anderen lieben Christen-mcnschen abgesondert lebe, nicht fürchte? sonderlich, ob ernicht bedenke, wenn sein Stcrbcstündlein hcrbeikommc, werihm alsdann mit Trost, mit Gebet, geschweige mit derHandreichung, die ihm in seiner Krankheit vonnöthen seinwürde, zu Hülfe und zu Statten kommen werde? ob eralsdann nicht von aller Welt verlassen sein- und wie einVieh oder wildes Thier dahin sterben müßte? Daraufantwortete er mir: was seine Nahrung anbelangte, so ver-sorge ihn die Güte Gottes mit Mchrercm, als tausend sei-! ncs Gleichen genießen könnten. Er hätte gleichsam alle' Monate durch das Jahr hin eine besondere Art Fische zugenießen, die in und vor dem süßen Wasser der Insel zu