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und wo er also von meinetwegen schmarotzen und sein Gelbsparen könnte. Solcher Gestalt überwanden wir das hoheGebirge und kamen mit einander in das fruchtbare Italien,wo mir dann mein Reisegefährte erst erzählte, daß er vonobgedachtem Schloßherrn abgcfcrtigt wäre, um mich zu be-gleiten und zchrfrci zu halten. Er bat mich deswegen, daßich ja bei ihm fürlieb nehmen und das freiwillige Almosen,das mir sein Herr nachschicktc, nicht verschmähen, sondernes lieber genießen möchte, als dasjenige, was ich erst vonallerhand unwilligen Leuten erpressen müßte. Ich verwun-derte mich über das redliche Gemüth dieses Herrn, wollteaber darum doch nicht, daß der verstellte Bote länger beimir bleibe», noch etwas mehr für mich auslegen sollte, mitdem Vorwände, daß ich allbcrcits mehr als zu viel Ehreund Gutthatcn von ihm empfangen hätte, die ich mir nichtwieder vergelten zu können getraute. In Wahrheit aberhatte ich mir vorgesetzt, allen menschlichen Trost zu verschmä-hen und in niedrigster Dcmuth, in Kreuz und Leiden micheinzig und allein an den lieben Gott zu ergeben und michseiner Führung zu überlassen. Ich hätte auch von diesemGefährten weder Wegweisung noch Zehrung angenommen,wenn mir bekannt gewesen, daß er zu solchem Ende wäreabgcfcrtigt worden.
Als er nun sah, daß ich kurzum seine Veiwohnung nichtmehr haben wollte, sondern mich von ihm wandte, mit derBitte, er möge seinen Herrn von meinetwegen grüßen undihm nochmals in meinem Namen für alle mir erzeigtenWohlthatcn danken, nahm er einen traurigen Abschied vonmir und sagte: „Nun, wohlan denn, werthester Simpli-cius! obzwar Ihr jetzt vielleicht nicht glauben mögt, wie