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und Unkeuschen Frende und Wollust; den Feinden Rache,den Dieben Heimlichkeit; den Jungen langes Leben,und den Günstlingen versprichst du beständige fürstlicheHuld!"
„Adieu, Welt! denn in deinem Pallaste findet wederWahrheit noch Treue ihre Herberge! Wer mit dir redet, ^wird verschämt; wer dir traut, wird betrogen; wer dir folgt, !wird verführt; wer dich fürchtet, wird am allerübelstcn ge-halten ; wer dich liebt, wird übel belohnt; und wer sich amallermeisten auf dich verläßt, wird auch am allermeisten zuSchanden gemacht! Bei dir Hilst kein Geschenk, das mandir gicbt; kein Dienst, den mau an dir erweist; keine lieb-lichen. Worte, die man dir zuredct; keine Treue, die man ^dir hält; und keine Freundschaft, die man dir erzeigt; son- !der» du betrügst, stürzest, schändest, besudelst, bedrohst, vcr-' zehrst und vergissest Jedermann! Daher weint, seufzt,jammert, klagt und verdirbt Jedermann, und Jedermannnimmt ein Ende! Bei dir sieht, hört und lernt man nichts,x als einander hassen bis zum Würgen, reden bis zum Lü-gen , lieben bis zum Verzweifeln, handeln bis zum Steh-len, bitten bis zum Betrügen, und sündigen bis zum ^Sterben!"
„Behüte dich Gott, o Welt! denn derweilen man dirnachgcht, verzehrt man die Zeit in Vergessenheit, die Ju-gend mit Rennen, laufen und Springen über Zaun undStiege, über Weg' und Stege, über Berg und Thal, durchWald und Wildniß, über Sec und Wasser, in Regen undSchnee, in Hitze und Kälte, in Wind und Ungewitter! DieMannheit wird verzehrt mit Erz-Schneiden und Schmelzen,