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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Feind den armen Menschen durch so geringe Sachen inseine Klauen kriegt. Ich konnte daraus leicht ermessen, daßdieses Stücklein ein Thcil des Vertrages sei, welche» er mitdem Teufel getroffen habe, und mir wohl denken, daß solcheKunst dem Diebe nichts helfen möchte, wenn ein andererTcufclsbanner geholt würde, um den Diebstahl zu offen-baren, in dessen Vertrage diese Klausel nicht stände. Dem-nach befahl ich meinem Knechte, der arger stehlen konnteals ein Böhme, daß er ihn ganz und gar voll trinken undihm alsdann seine zehn Rcichsthaler stehlen, alsobald aberein Paar Batzen davon in die Rench werfen sollte. Diesthat mein Knecht gar fleißig, und als dem Teufclsbanneram anderen Morgen früh sein Geld mangelte, begab er sichgegen die Wüste Rench in einen Busch, ohne Zweifel in derAbsicht, seinen Schutzgcist darüber zu spreche». Er wurdeaber so übel abgefertigt, daß er mit einem blauen und zer-kratzte» Angesicht wieder zurück kam. Deswegen dauertemich der arme Schelm dergestalt, daß ich ihm sein Geld wie-d'ergebcn und dabei sagcwlicß, weil er nunmehr sehe, wasfür ein bctrüglichcr und böser Gast der Teufel sei, so könnteer ihm forthin seinen Dienst und seine Gesellschaft wohl auf-kündigcn und sich wieder zu Gott bekehren. Aber solcheVermahnung bekam mir, wie dem Hunde das Grasfresscn;denn ich hatte von dieser Zeit an weder Glück noch Sternmehr, wie mir denn gleich darauf meine schönen Pferdedurch Zauberei hinficlcn. Und zwar, was hätte ich dafürsein sollen? Ich lebte gottlos, wie ein Epikuräcr, und be-fahl das Mcinige niemals in Gottes Schutz: warum hättesich denn also dieser Zauberer nicht wiederum an mir sollenrächen können?