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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Bann dm Dieb dergestalt peinigte, daß er das gestohleneGut in eigener Person wieder an seine Behörde abliefcrnmußte, weswegen jener Hcrenmcistcr zehn Reichsthalcr zurVerehrung bekam.

Diesen Schwarzkünstler hätte ich gern gesehen und mitihm verhandelt; dies mochte aber, wie ich dafür hielt, ohneSchmälerung meines Ansehens, welches mir damals gewal-tig groß zu sein dünkte, nicht geschehen. Deshalb stellte ichmeinen Knecht an, mit ihm selbigen Abend zu zechen, weilich vernommen hatte, daß er ein Ausbund eines Wein-bcißers sei, um zu sehen, ob ich etwa hierdurch mit ihm inBekanntschaft zu kommen vermöchte; denn es wurden mirso viele seltsame Sachen von ihm erzählt, daß ich dieselbennicht glauben konnte, cs sei denn, daß ich sie selbst erfahrenhätte. Ich verkleidete mich zu diesem Zwecke wie ein Land-fahrer, der Salben feil hat, setzte mich zu ihm an den Tischund wollte vernehmen, ob er crrathen, oder vielmehr obihm der Teufel cingebcn würde, wer ich wäre? Aber ichkonnte nicht das Geringste an ihm verspüren; denn er soffimmerhin und hielt mich für einen Solchen, wie ihn meineKleider anzeigten, also daß er mir auch einige Gläser zu-brachte und doch meinen Knecht höher ehrte als mich selbst.Demselben erzählte er denn ganz vertraulich, wenn derjenige,welcher den Schweizer bestohlen, nur das Geringste davonin ein fließendes Wasser geworfen und dem leidigen Teufelalso einen Thcil gegeben hätte, so wäre es nicht möglichgewesen, weder den Dieb zu nennen, noch das Verlorenewieder zur Hand zu bringen.

Diese närrischen Possen hörte ich mit an und verwun-derte mich darüber, daß der heimtückische und tauscndlistige