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mit Betrug machen und den Leuten mit Falschheit die Augenverblenden. „„Wer mich vcrläugnet vor der Welt, denwill ick auch verläugucn vor meinem himmlischen Vater,""sagt Christus. Was sinv wir für verzagte Maulaffen?Wenn alle Märtyrer und Bekenner Christi also gcthan hät-ten , so würden wenig Heilige im Himmel sein l Laß unsin Gottes Namen und in seiner Schutzempfehlung gehen,wohin uns unsere heiligen Vorsätze und Begierden treiben,und im klebrigen lassen wir Gott walten, so wird uns der-selbe schon hinführen, wo unsere Seelen Ruhe finden."Als ich ihm aber vorhielt: man müßte Gott nicht versu-chen, sondern sich in die Zeit schicken und die Mittel gebrau-chen, deren wir nicht entbehren könnten, vornehmlich, weildas Wallfahrtengchen bei der Soldatesca ein ungewöhn-liches Ding sei, und weil wir, wenn wir unser Vorhabenentdecke» wollten, eher für Ausreißer als für Pilger gehal-ten werken würden, was uns dann große Ungelegenheitund Unglück bringen könnte, und worüber wir sogar i»Leibes- und Lebensgefahr gerathcn möchten, zumal auch derheilige Apostel Paulus, dem wir noch bei Weitem nicht zuvergleichen wären, sich gar wunderlich in die Zeit und indie Gebräuche dieser Welt geschickt hätte; so ließ er endlichzu, daß ich mir einen Paß geben ließ, unter dem Vorwände,»ach meinem Regimentc zu gehe». Mit demselben gingenwir, als das Thor verschlossen wurde, sammt einem getreuenWegweiser aus der Stadt; wir stellten uns, als wolltenwir nach Rottweil, wandten uns aber kurz durch Neben-wege, und kamen noch dieselbe Nacht über die schweizerischeGrenze und den folgenden Morgen in ei» Dorf, wo wiruns mit langen schwarzen Röcken, Pilgcrstäben und Rosen-