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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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kränzen ausstaffirtcn und den Boten mit guter Bezahlungwieder zurückschicktcn.

Das Land kam mir gegen andere deutsche Länder sofremd vor, als wenn ich in Brasilien oder in China gewesenwäre- Da sah ich die Leute im Frieden handeln und wan-deln ; die Ställe standen voll Vieh, die Bauernhöfe liefenvoll Hühner, Gänse und Enten, die Straßen wurden sichervon den Reisenden gebraucht, die Wirthshäuscr saßen vollLeute, die sich lustig machten. Da war ganz und gar keineFurcht vor dem Feinde, keine Sorge vor der Plünderung,und keine Angst, sein Gut, Leib und Leben zu verlieren.Ein Jeder lebte sicher unter seinem Weinstocke und Feigen-bäume, und zwar, gegen andere deutsche Länder zu rechnen,in lauter Wollust und Freude, also daß ich dieses Land fürein irdisches Paradies hielt, wiewohl es von Natur rauhgenug zu sein schien. Das machte, daß ich auf dem ganzenWege nur hin und her gaffte, wenn hingegen Herzbrudcran seinem Rosenkränze betete, weswegen ich denn auch man-chen Filz bekam; denn er wollte haben, ich sollte, wie er,in einem Stücke fort beten, woran ich mich doch nicht ge-wöhnen konnte.

Zu Zürich kam er mir recht hinter die Briefe, und da-her sagte er mir denn die Wahrheit auch am trockenstenheraus, denn als wir zu Schaafhausen wo mir die Füßevon den Erbsen sehr weh thaten- die vorige Nacht ge-herbergt hatte», und ich mich fürchtete, den kommenden Tagwieder auf den Erbsen zu gehen, ließ ich dieselben kochenund that sie wieder in die Schuhe, weswegen ich dann wohlzu Fuße nach Zürich gelangte. Er aber gchub sich gar übelund sagte zu mir: ,,Bruder! Du hast große Gnade vonVolksroman. V. c)