empfangenen Gutthaten dankbarlich zu erkennen, ihm auchin einem Werke zu beweisen, daß ich sein wahrer Freundund Diener wäre, so verwerfe er mich als Einen, der zuseinen Diensten unwürdig sei. Dabei erinnerte ich ihn zu-gleich an seines seligen Vaters letzten Willen und daran,welcher Gestalt wir uns vor Magdeburg eidlich zusammenverbunden hätten. Von dieser Freundschaft nun, sagte ich,wolle er mich ausschließcn und dadurch uns Beide gleichsammeineidig machen. Solches Alles aber wollte ihn nochnicht bewegen, mich als einen Reisegefährten zu gedulden,bis ich endlich merkte, daß er sowohl an Olivicr's Geldeals an meinem gottlosen Leben einen Ekel hatte. Deswe-gen behalf ich mich mit Lügen und überredete ihn, daß michmein Bckehrungsvorsatz nach Einfledeln triebe. Sollte ermich nun von einem so guten Werke abhalten, und ichdarüber absterben, so würde er cs schwerlich verantwortenkönnen. Hierdurch brachte ich ihn dahin, daß er mir zu-ließ, den heiligen Ort mit ihm zu besuchen, sonderlich weilich — wiewohl Alles erlogen war — eine große Reueüber mein böses Leben von mir scheinen ließ, sowie ichihn denn auch überredete, daß ich mir selbst zur Buße auf-erlcgt hätte, ebensowohl als er auf Erbsen nach Einsiedelnzu gehen.
Dieser Zank war kaum vorbei, da geriethen wir schonwieder in einen andern; denn Herzbruder war gar zu ge-wissenhaft. Er wollte kaum zugeben, daß ich einen Paßvom Kommandanten nahm, der nach meinem Regiment?lautete. „ Was!" sagte er, „ haben wir nicht im Sinne,unser Leben zu bessern und nach Einfiedeln zu gehen? Undnun sieh' nur, um Gotteswillen I du willst den Anfang