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dient hätte und seines leichtfertigen Sinnes halber nichtwerth sei, daß er den Erdboden betrete, rächen sollte. Undso befand ich denn, wie trefflich gesund es mir gewesenwäre, daß ich ihm meinen Lebenslauf nicht zuerst erzählt;denn auf diese Weise hätte ich ihm ja selber gesagt, womitich ihn ehedem beleidigt hätte. Zugleich schloß ich hieraus,baß mir der liebe Gott noch wohl wollte und fing an zuhoffen, daß er mich wieder mit Glück und guten Ehren vonihm bringen werde. Indem ich mir nun solche Gedankenmachte, wurde ich in Oliviers Angesicht etlicher Ritze ge-wahr, die er vor Magdeburg noch nicht gehabt hatte. Ichbildete mir deshalb ein, selbige Narben seien noch die Wahr-zeichen des Springinsfeld, als er ihm einst in der Gestalteines Teufels das Angesicht so jämmerlich zerkratzte undfragte ihn darum: Woher ihm solche Zeichen kämen? mitdem Anhänge, daß ich, ob er mir gleich seinen ganzen Le-benslauf erzählt, dennoch unschwer daraus abnehmen müßte,er verschweige mir das beste Theil, weil er mir noch nichtgesagt, wer ihn so gezeichnet hätte. „Ach, Bruder!" ant-wortete er, „wenn ich dir alle meine Bubenstücke undSchelmereien erzählen sollte, so würde mir sowohl als dirdie Zelt dabei zu lang werden. Damit du aber gleichwohlsiehst, daß ich dir von meinen Begegnifsen durchaus nichtsverhehle, so will ich dir auch hiervon die Wahrheit sagen,obschon es scheint, als gereiche es mir zum Spott."
„ Ich glaube gänzlich," führ Olivicr fort, „ daß ich vonMuttcrleibe an zu einem gezeichneten Angesichte vorherbe-stimmt gewesen sei; denn schon in meiner Jugend wurdeich von den Schuljungen meines Gleichen so zerkratzt, wennich inicb mit ihnen rupfte. So hielt mich denn auch einerBolköroman. !V. c;