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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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bei ihm angetroffen hast. Damals fing ich an, mir hoheGedanken zu machen, in der Hoffnung, von einer Staffelzur andern höher zu steigen und endlich gar zu einem Ge-neral zu werden. Ich lernte von unserem Rcgimentsschrei-bcr, wie ich mich halten sollte, und mein Borsatz, groß zuwerden, verursachte, daß ich mich ehrbar und achrungswcrrhcinstelltc und nicht mehr wie ehedem, meiner Art nach, michmir Lumpcnpvssen und mit Buben und Bärenhäuternschleppte. Es wollte aber gleichwohl nicht hotten, bis meinRathgcber, unser Regimcntsschrciber, starb. Da dackte icb,du mußt sehen, daß du dessen Stelle bekommst. Ich schmierteund spendirte, wo ich nur konnte; denn als meine Muttererfuhr, daß ich anfingc, gut zu thun, schickte sie mir nochimmer Geld. Diese Muttcrpfennige wandte ich über dieHälfte an, wo ich vermeinte, daß es etwas fruchten möchte.Weil nun aber der junge Herzbrudcr meinem Oberste» gärin's Hemd gebacken war, und mir vorgezoge» wurde, sotrachtete ich darnach, ihn aus dem Wege zu räumen, vor-nehmlich da ich inne ward, daß der Oberst gänzlich gewilltwäre, ihm die offene Rcgimentsschrciberstelle zu geben. Beider Verzögerung dieser meiner Beförderung, die ich so hef-tig suchte, wurde ich so ungeduldig, daß ich mich von unse-rem Profoßen so fest wie Stahl mache» ließ, des Willens,mich mit dem Herzbrudcr zu duelliren und ihn durch dieKlinge hinzurichtcn. Aber ich konnte niemals mit Manieran ihn kommen. So wehrte mir auch unser Profoß meinVorhaben und sagte: Wenn gleich du ihn aufopfcrst, sowird es dir doch nur schädlicher als nützlich sein, weil dudadurch des Obersten liebsten Diener würdest ermordet ha-ben." Doch gab er mir den Rath, daß ich in Gegenwart