dcs Hcrzbruders etwas stehlen und ihm solches zustellensollte; alsdann wollte er es schon dahin bringen, daß erdes Obersten Gnade verlieren sollte. Ich folgte seinemRathe, nahm bei der Kindtaufe dcs Obersten dessen über-goldeten Becher und gab ihn dem Profoßen, welcher dannmit demselben den jungen Hcrzbrudcr abgcschafft hat, wiedu dich wohl noch wirst zu erinnern wissen, als er dir indcs Obersten großem Zelte die Kleider auch voll jungerHündlcin gaukelte."
Das einundzwanzigste Kapitel.
Simplex hört aus des Oliviers Mund,
Was ihm Hcrzbrudcr zuvor gemacht kund.
Es wurde mir grün und gelb vor den Augen, als ich ausOlivier's eigenem Munde höre» mußte, wie er mit meinemallerwerthestcn Freunde umgegangcn war, und gleichwohlkeine Racbe vornehmen durfte. Ja, ich mußte noch dazumein Anliegen verbeißen, damit er es nicht merkte, undsagte deswegen, er sollte mir auch erzählen, wie es ihmnach der Schlacht vor Wittstock ferner ergangen, sintemalmir sein Lebenslauf bis dahin wohl bekannt wäre.
„In selbigem Treffen," sagte Olivier, „hielt ich michnickt wie ein Fcderspitzcr, der nur ans das Dintcnfaß be-stellt ist, sondern wie ein rechtschaffener Soldat; denn ichwar wohl beritte» und so fest wie Eisen, zumal ich in keineSchwadron eingcschlossen war. Ich ließ deshalb meine