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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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wäre, wiewohl ich ihm meines Hcrzbruders halber lieberden Hals zerbrochen, wenn ich cs nur vermocht hättedu hast einen willigen Wirth!"Das danke dem Schel-men der Teufel!" cntgcgnete er,ich ernähre ihn ja mitWeib und Kindern, und er macht noch dazu für stch selbstgute Beute; ich lasse ihm alle Kleider, die ich erobere, umdieselben zu seinem Nutze» anzuwenden." Ich fragte, woer denn sein Weib und seine Kinder hätte? Da sagte Oli-vier, daß er ste nach Freiburg geflüchtet hätte, woselbst erste alle Wochen zweimal besuchte, und von wannen er ihmsowohl die Lebensmittel, als auch Kraut und Loth zubrächte.Ferner berichtete er mich, daß er diese Freibeuterei schonlange getrieben hätte, und daß dieselbe ihm besser Zuschläge,als wenn er einem Herrn diente; er gedächte auch nicht auf-zuhören, bis er seinen Beutel rechtschaffen.gespickt hätte.Ich sagte:Bruder! Du lebst in einem gefährlichen Stande,und wenn du einmal über solcher Räuberei ergriffen wür-dest, wie meinst du wohl, daß man alsdann mit dir umge-hen würde?"Ha!" cntgcgnete er,ich höre wohl, daßdu noch der alte Simplicius bist. Ich weiß wohl, daß der-jenige, welcher kegeln will, auch aufsetzcn muß. Du mußtaber nur wissen, daß die Herrn von Nürnberg Keinen auf-hängen lassen, es sei denn, daß sic ihn haben." Ich ant-wortete:Gesetzt aber auch, Bruder! Du werdest nichtertappt, was jedoch sehr mißlich steht, denn der Krug geht'so lange zum Brunnen, bis er einmal zerbricht, so ist den-noch ein solches Leben, wie du es führst, das allcrschänd-Uchste von der Welt, und ich glaube nicht, daß du darinzu sterben begehrst."Was!" sagte er,das schändlichste?Mein tapferer Simplicius! ich versichere dich, daß die Räu-