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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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gc» im Hause rumort hatte, fing er die Katze, wog fie undbefand, daß sic mit Haut und Haar nicht so schwer war,als seine Kutteln gewesen. Dieser kahlen Possen schämteer sich nicht allein nicht, sondern wollte sogar noch wegensolcher klugen Erfindung, die ihm sein Geiz gelernt hatte,Ruhm haben. Weil er denn so ganz und gar unoerschämthandelte, so begehrte ich nicht mehr am Tische seiner Leute,sondern an besagter Studcntentafcl zu essen, cs koste auch,was cs wolle. Dabei ging es zwar etwas herrlicher her;es ward mir aber wenig damit geholfen; denn alle Speisen,die man uns vorsetzte, waren nur halb gar. Dies kamnämlich unserem Kosthcrrn an zwei Orten zu Passe, erstlicham Holze, das er ersparte, und sodann, daß wir nicht soviel verdauen konnten. Uebcrdies, so dünkte mich wenig-stens , zählte er uns jeden Mundvoll in den Hals hineinund kratzte sich hinter den Ohren, wenn wir recht fütterten.Sein Wein war ziemlich gewässert und keineswcgcs von derArt, daß er die Verdauung befördert hätte. Der Käse,den man am Ende jeder Mahlzeit aufstelltc, war gemeinig-lich stcinhart, die holländische Butter aber dermaßen versal-zen, daß Keiner über ein Loth davon auf einen Imbiß ge-nießen konnte. Das Obst mußte man wohl so lange auf-und, abtragen, bis cs mürbe und zu essen tauglich war.Wenn dann etwa Einer oder der Andere darauf stichelte,so fing er eine» erbärmlichen Hader mit seinem Weibe an,so daß wir cs hörten; heimlich aber befahl er ihr, sie solltenur bei ihrer alten Geige bleiben. Sonst war es sauberin seinem Hause und aufgeräumt, weil er nichts unter denFüßen litt, auch kein geringes Strohhälmlein oder einenAbschnitzling vom Papier, noch sonst etwas, was das Feuer

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