IW
Sache erörtert würde, könnte noch viel Wasser den Rheinhinunter laufen. Wie angenehm mir diese Botschaft war,kann ein Jeder leicht ermessen. Ich fluchte ärger als einFuhrmann; aber was half cs! ich hatte darum meine Sa-chen nicht wieder und überdies auch keine Hoffnung, dieselbenwieder zu bekommen. Auch hatte ich nicht über zehn ThalcrZehrgeld zu mir genommen, so daß ich mich also nicht solange aufhaltcn konnte, als cs die Zeit erforderte. Undüberdies hatte cs Gefahr auf sich, so lange da zu bleibenzdenn ich mußte befürchten, daß ich, weil ich einer feindlichenGarnison zugcthan wäre, auskundschaftct, und also nichtallein gar um das Mcinige, sondern noch dazu in größereUngelcgenhcit kommen würde. Sollte ich dann unverrich-teter Sache wieder zurück, das Meinige muthwillig dahintenlassen und den Hingang für den Hergang haben, das dünktemich auch nicht eben rathsam, sondern gar zu spöttisch zusein. Zuletzt wurde ich mit mir selbst darüber eins, daßich mich, bis die Sache erörtert würde, in Köln aufhaltenund die Ursache meines Ausbleibens meiner Liebsten berich-ten wollte. Ich verfügte mich demnach zu einem Sachwalter,der ein Notarius war, und erzählte ihm mein Thun, indemich ihn bat, mir um die Gebühren mit Rath und That bei-zuspringcn. Ich wollte ihm auch neben der Tarc, wenn ermeine Sache beschleunigte, mit einer guten Verehrung be-gegnen. Weil er dann hoffte, cs würde an mir Etwas zufischen sein, so nahm er mich gutwillig an und dingte michauch in die Kost. Darauf ging er des andern Tages mitzu denjenigen Herren, welche die FallimentSsachcn zu erör-tern haben, gab eine beglaubigte Kopci von der Handschriftdes Kaufmanns ein und legte das Original selbst vor, wor-