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wollte ich etwas von unserer Unschuld Vorbringen; er aberhieß mich das Maul halten und wollte kurzum kein Worthören. Also mußte ich schweigen und ihm das Wort alleinlassen, wie er denn immer wieder aufs Neue anfing, miraufzurncken, daß er mir ein viel Anderes zugctrant, ich hin-gegen ihn mit der allergrößten Untreue von der Welt ge-meint hätte. Unterdessen kam seine Frau auch dazu ; diefing eine nagelneue Predigt an, also daß ich mir wünschte,ich läge irgendwo in einer Dornenhecke. Ich glaube auch,sie Härte in zwei Stunden noch nicht aufgchörk, wenn derKrabat mit dem Pfarrer nicht gekommen wäre.
Ehe dieser noch ankam, unterstand ich mich etliche Maleaufzustchen; aber der Oberstlicutenant machte mich mitbedrohlichen Mienen liegen bleibe», also daß ich jetzt er-fahren mußte, wie gar keine Courage ein Kerl hat, der aufeiner bösen That ertappt wird, und wie einem Diebe umsHerz ist, den man erwischt, wann er eingcbrochcn, obgleicher nie Etwas gestohlen hat. Ich gedenke der lieben Zeit,wo ich, wenn mir der Oberstlicutenant sammt zwei solchenKroaten aufgcstoßcn wäre, mich unterstanden hätte, sie alledrei zu jagen. Aber jetzt lag ich da, wie ein anderer Bä-renhäuter, und hatte nicht das Herz, nur den Mund, ge-schweige die Fäuste recht aufzuthun. „Seht, Herr Pfar-rer!" sagte der Oberstlicutenant, „das schöne Schauspiel,zu welchem ich Euch als Zeugen meiner Schande berufenmuß!" Und kaum hatte er die Worte recht vorgcbracht,da fing er wieder an, zu wüthcn und das Tausendste insHundertste zu werfen, so daß ich nichts Anderes verstehenkonnte als vom Hals brechen und die Hände in Blutwaschen. Er schäumte um den Mund; wie ein Eber, und