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stand, dergleichen ich mir nimmermehr bei einem Weibs-bilde anzutreffen hätte denken können, weil ihr Abseheneinzig und allein auf Ehre und auf den Ehestand gegründetwar. Und wenn gleich ich ihr denselben mit den aller-grausamsten Flüchen versprach, so wollte sie doch vor derehrlichen Kopulation kurzum nichts geschehen lassen. Jndeßvergönnte sie mir doch, auf ihrem Bette neben ihr liegenzu bleiben, auf welchem Ich auch, ganz ermüdet vor Un-inuth, sanft einschlummerte. Ich wurde aber gar ungestümaufgeweckt; denn des Morgens um vier Uhr stand derOberstlieutenant vor dem Bette, mit einer Pistole in dereinen und einer Fackel in der anderen Hand. „ Krabate!"schrie er überlaut seinem Diener zu, der ebenfalls mit einembloßen Säbel neben ihm stand; „ geschwind, Krabate! holeden Pfaffen!" Davon erwachte ich denn und sah, in wasfür einer Gefahr ich mich befand. „O, weh!" dachte ich,.du sollst gewiß zuvor beichten, ehe er dir den Rest gicbt!"Es wurde mir ganz grün und gelb vor den Augen, und ichwußte nicht, ob ich dieselben recht austhun sollte oder nicht.„Du leichtfertiger Geselle!" sagte er zu mir, „soll ich dichfinden, daß du mein Haus schändest? Thäie ich dir wohlunrecht, wenn ich dir und deiner Vettel, die deine Huregeworden ist, den Hals bräche? Ach, du Bestie! wie kannich mich doch nur enthalten, daß ich dir nicht das Herz ausdem Leibe hcrausrcißcn und, zu kleinen Stücken zerhackt,den Hunden vorwerfe!" Damit biß er die Zähne übereinander und verkehrte die Augen, wie ein unsinnigesThier. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte, und meineBeischläferin, die er auch schrecklich ausmachte, konnte nichtsthun als weinen. Endlich, da ich mich ein wenig erholte,
Eolksromqn. III. g