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jemals mit Eid verpflichtet, sondern nur ein Pfcrdejungcgewesen bin, von daher nicht verbunden sei, schwedischeDienste anzunchnicn, und dadurch den Eid zu brechen, wel-chen ich dem römischen Kaiser geschworen habe. Deswegenbitte ich meinen hochgeehrten Herrn Obristcn allcrgehor-samst, er beliebe mich dieser Zumuthung zu übcrhebcn."„Was!" sagte der Oberst, „verachtetIhr denn die schwedi-schen Dienste? Ihr müßt wissen, daß Ihr '.nein Gefangenerseid, und che ich Euch wieder nach Soest lasse, um dem Ge-genthcilc zu dienen, eher will ich Euch einen andern Prozeßweisen oder Euch im Gefängnisse verderben lassen. Darnachwisset Euch einmal für allemal zu richten!" Ich erschrackzwar über diese Worte, ergab mich aber darum noch nicht,sondern antwortete: Gott wolle mich vor solcher Verach-tung sowohl als vor dem Meineide behüten. Im Uebrigenstände ich in unterthäniger Hoffnung, der Herr Oberst würdemich, seiner wcitbcrühmtcn Bescheidenheit nach, wie einenSoldaten behandeln. „Ja," sagte er, „ich wüßte wohl,wie ich Euch behandeln könnte, wenn ich der Strenge nachocrfahren wollte; aber bedenkt Euch besser, damit ich nichtUrsache ergreife, Euch etwas Anderes zu weisen." Daraufwurde ich wieder in das Stockhaus geführt.
Jedermann kann wohl unschwer erachten, daß ich selbigeNacht nicht viel geschlafen, sondern allerhand Gedanken ge-habt habe. Am folgenden Morgen aber kamen etlicheOfficicre mit dem Körnet, welcher mich gefangen bekommenhatte, zu mir, unter dem Scheine, mir die Zeit zu kürzen,in Wahrheit aber, um mir weiß zu machen, als ob derOberst gesonnen wäre, mir als einem Zauberer den Prozeßmachen zu lassen, wenn ich mich nicht zu etwas Anderem