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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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durchaus nicht in allen Stücken glich. Da ich aber näherhinzu gehen wollte, wurde mir abermals zu Muthe wiezuvor, nämlich als ob mir alle Haare gen Berge ständen.Dies bestärkie und bekräftigte mich denn in meiner Meinung,daß nämlich ein Schatz daselbst verborgen sein müßte.

Zehn, ja wohl hundertmal lieber hätte ich Kugeln ge-wechselt, als mich in solcher Angst befunden. Ich wurdegequält, und wußte doch nicht von wem; denn ich sah undhörte Nichts. Ich nahm die andere Pistole ebenfalls vonmeinem Pferde und wollte damit durchgehen und das Pferdstehen lassen. Ich vermochte aber nicht die Stiegen hinauf-zukommen, weil mich, wie mich däuchte, eine starke Luftaufhiclt. Da lief mir erst die Katze den Buckel binauf!Endlich fiel mir ein, ich sollte meine Pistolen lösen, damitdie Bauern, welche in der Nähe im Felde arbeiteten, mirzuliefen und mit Räth und That zu Hülfe kämen. Ichthat dies, weil ich sonst kein Mittel, Rath noch Hoffnunghatte oder wußte, um aus diesem ungeheuer» Wunderortezu kommen. Ich war auch so erzürnt, oder vielmehr soverzweifelt denn ich weiß jetzt fast selbst nicht mehr, wiemir damals gewesen ist daß ich Leim Losschicßcn meinePistolen gerade nach dem Orte hin richtete, wo ich vermeinte,daß die Ursache meines seltsamen Begegniffes stäcke; ichtraf daher das oben erwähnte Stück Gemäuer mit zweiKugeln so hart, daß es ein Loch gab, worein man zweiFäuste hätte stecken können. Als der Schuß geschehen war,wieherte mein Pferd und spitzte die Ohren. Dies erquicktemich denn herzlich und ich weiß nicht, ist damals das Un-geheuer oder Gespenst verschwunden, oder hat sich das armeThier über das Schießen erfreut. Mit einem Worte, ich

ÄolkSroman. III. 5