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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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und Streichen hinunter, und indem ich es streichelte undihm liebkoste, wurde ich gewahr, daß es vor Angst schwitzteund die Augen stets in eine Ecke des Kellers richtete, wo-hin es am Allerwenigsten wollte, und wo ich doch auchnicht das Geringste sah. Darüber hätte wohl der schlimmsteKollcrer wctterlaunisch werden mögen. Als ich nun somit Verwunderung dastand und dem Pferde zusah, wie esvor Furcht zitterte, kam mich ebenfalls ein solches Grauenan, daß mir nicht anders wurde, als ob man mich bei denHaaren über sich zöge und einen Kübel voll kaltes Wasserüber mich hcrabgösse, und doch konnte ich nichts sehen.Aber das Pferd stellte sich noch viel seltsamer, also daß ichmir nichts Anderes einbilden konnte, als ich müßte vielleichtsammt dem Pferde verzaubert sein und in selbigem Kellermein Ende nehmen. Ich wollte deswegen wieder zurück;aber mein Pferd wollte mir durchaus nicht folge». Daherwurde ich noch ängstlicher und endlich io verwirrt, daß ichschier nicht wußte, was ich rhat. Zuletzt nahm ich meinePistole auf den Arm und band das Pferd an einen starkenWackholderstock der im Keller ausgewachsen war inder Absicht, aus dem Keller zu gehen und Leute in derNähe zu suchen, die meinem Pferde wieder herauf hälfe».Indem ich nun hiermit umging, fiel mir ein, ob nicht viel-leicht in diesem alten Gemäuer ein Schatz verborgen läge,daher cs dort so ungeheuer sein möchte. Ich glaubte mei-nem Einfälle und sah mich genauer um, und sonderlich injener Ecke, wohin mein Pferd so gar nicht gehen wollte, undwo ich eines Stückes Gemäuer gewahr wurde, ungefähr sogroß als ein gemeiner Kammcrladcn, welches dem anderenalten Gemäuer sowohl an der Farbe als an der Arbeit