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laufen lassen. Das fügte sich nämlich also: Wir waren
mit einander auf dem letzten Zuge befehligt, eine gleichsamverlorene Wache zu halten. Als min das Schildwache-haltcn an mir war — was liegend geschehen mußte, unge-achtet cs stockfinstere Nacht war — kroch der Lieutenantauch ans dem Bauche zu mir, wie eine Schlange, und sagte:„Schildwachc! merkst du was?" Ich antwortete: „Ja,
Herr Lieutenant!" „Was da? was da?" sagte er. Ichantwortete: „Ich merke, daß sich der Herr fürchtet." Vondieser Zeit an hatte ich keine Gunst mehr bei ihm, und woes am Ungeheuersten war, da mußte ich fort und wurdezuerst hin befehligt; ja, er suchte an allen Orten und EndenGelegenheit und Ursache, mir, noch ehe ichFähndrich würbe,das Wamms auszuklopfcn, weil ich mich gegen ihn nichtwehre» durfte. Nicht weniger feindeten mich auch alleFeldwebel an, weil ich ihnen allen vorgezogen wurde. Wasaber gemeine Knechte waren, die singen ebenfalls an, inihrer Liebe und Freundschaft zu wanken, weil cs das An-sehen hatte, als ob ich sic verachtete, indem ich mich nichtsonderlich mehr zu ihnen, sondern, wie oben gemeldet wor-den ist, zu größeren Hansen gesellte, die mich doch darumnicht im Mindesten lieber sahen. DaS Allerärgste indeßwar, daß mir kein einziger Mensch sagte, wie Jedermanngegen mich gesinnt sei, und so konnte ich cs auch nicht mer-ken, weil mir Mancber die besten Worte unter die Augengab, der mich doch lieber tobt gesehen hätte! Ich lebteeben dahin wie ein Blinder, in aller Sicherheit, und wurdeje länger je hoffärtiger; und wenn schon ich wußte, daß csden Einen oder den Anderen verdroß, so ich cs etwa denHerren von Adel und den vornehmen Officicren mit Pracht