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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Pfarrer und seine Köchin auf das Höchste; ich aber machtemir ein Gewissen darüber, daß ich mich für den Teufel beschwö-ren ließ, für welchen er mich recht eigentlich hielt, weil ervielleicht gelesen oder gehört hatte, daß sich der Teufel gernin grünen Kleidern sehen lasse.

Mitten in solchen Aengsten, die uns beiderseits, son-derlich aber die arme Köchin umgeben hatten, wurde ich zuallem Glücke gewahr, daß das Nachtschloß an der Thürc,die auf den Kirchhof ging, nicht eingeschlagen, sondern nurder Riegel vorgeschoben war. Ich schob denselben geschwindzurück, wischte zur Thüre hinaus auf den Kirchhof woich denn meine Gesellen mit aufgezogenen Hahnen stehenfand und ließ den Pfaffen Teufel beschwören, solangeer immer wollte. Und nachdem Springinsfeld mir meinenHut von dem Dache gebracht, wir auch unfern Mundvor-rath aufgesackt hatten, gingen wir zu unseren Burschen,weil wir im Dorfe nichts mehr zu verrichten hatten, alsetwa, daß wir die entlehnte Leiter sammt dem Seile wiederhätten heim liefern sollen.

Die ganze Partei erquickte sich mit demjenigen, waswir gestohlen hatten, und doch bekam kein Einziger denKluckscn davon; so gesegnete Leute waren wir I Auch hat-ten Alle über diese meine Fahrt genugsam zu lachen; nurdem Studenten wollte cs nicht gefallen, daß ich den Pfaffenbestohlen, der ihm das Munkelspicl so graudig besteckt hatte;ja, er schwur hoch und theuer, daß er ihm seinen Speck gernbezahlen wollte, wenn er nur die Mittel bei der Hand hätte;und doch fraß er nichts desto weniger mit, gleich als ob eres verdingt hätte. Also lagen wir noch zwei Tage an sel-bigem Orte und erwarteten diejenigen, welchen wir schon