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so lange aufgcpaßt halten. Wir verloren im Angriffe kei-nen einzigen Mann, und bekamen doch über dreißig Gefan-gene und eine so herrliche Beute, als ich nur jemals habethcilcn helfen. Ich hatte wegen meiner Courage und mei-nes sonderlichen Wohlverhaltens doppelten Anthcil, weilich das Beste gcthan hatte; das waren drei schöne frieslän-dische Hengste, mit Kausmannswaaren beladen, was sic i»Eile fortragcn konnten; und wenn wir Zeit gehabt hätten,die Beute recht zu suchen und dieselbe in Sicherheit zu brin-gen , so wäre Jeder für seinen Thcil reich genug geworden,da wir denn mehr stehen lassen mußten, als wir davonbrachten. Denn wir mußten uns mit dem, was wir forUbringen konnten, in schnellster Eile tummeln. Und so zogenwir uns denn größerer Sicherheit halber aufRchncn zurück,wo wir fütterten und die Beute theiltcn, weil Volk von unsda lag, wiewohl es ein Umschweif und unseres Weges nichtwar. Daselbst dachte ich wieder an den Pfaffen, dem ichden Speck gestohlen hatte, und der Leser mag sich denken,was ich für einen verwegenen, frevelhaften und ehrgeizigenKopf hatte, indem cs mir nichr genug war, daß ich denfrommen Geistlichen bestohlen und so schrecklich gcängstigthatte, sondern ich wollte auch noch Ehre davon haben. Des-wegen nahm ich einen Saphir, in einen goldenen Ring ge-faßt, welchen ich auf selbiger Partei erschnappt hatte, undschickte ihn von Rchnen aus durch einen gewissen Botenmeinem Pfarrer mit folgendem Brieflein:
„Wohlchrwürdigcr u. s. w.! Wenn ich dieser Tageim Walde noch etwas von Speisen gehabt hätte, um lebenzu können, so hätte ich nicht Ursache gehabt, Ew. Wohl-chrwürdcn Ihren Speck zu stehlen, wobei Sic vermuthlich