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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Lebensgefahr werde ausstehcn müssen (welcher Tag dennganz nahe vor der Thüre war), so erlangte er bei demObersten die Erlaubnis, daß sein Sohn noch einmal zn ihmkommen dürste, damit er wegen seiner Hinterlassenschaft mitihm sprechen und ihm seinen letzten Willen eröffnen möchte.Ich wurde bei ihrer Zusammenkunft nicht ausgeschlossen,sondern ward der dritte Mitgcsclle ihres Leides. Da sahich denn, daß der Sohn keiner Entschuldigung bedurfte ge-gen seinen Vater, weil er seine Art und gute Aufcrzichungwohl wußte und daher seiner Unschnld genugsam versichertwar. Er, als ein weiser, verständiger und tiefsinnigerMann, ermaß unschwer aus allen Umständen, daß Olivicrseinem Sohne dieses Bad durch den Profoßen hatte zu-richten lassen. Was vermochte er aber wider einen Zaube-rer, von dem er »och Aergeres zu besorgen hatte, wenn ersich anders irgend einer Rache hätte unterfangen wollen?Ucberdics versah er sich seines Todes und wußte doch nichtgcruhiglich zu sterben, weil er seinen Sohn in solcher Schandehinter sich lassen sollte. In solchem Stande getraute sichder Sohn um desto weniger zu leben und wünschte ohnediesvielmehr, noch vor dem Vater zu sterben. Es war, ich ver-sichere es, dieser Beiden Jammer so erbärmlich anzuschauen,daß ich von Herzen weinen mußte! Zuletzt war ihr ge-meinsamer einhelliger Beschluß, Gott ihre Sache in Geduldanheimzustellcu und der Sohn sollte auf Mittel und Wegedenken, wie er sich von seiner Kompagnie loswirkcn undanderwärts sei» Glück sucben könnte. Als sie aber dieSache bei Lichte besahen, da mangelte es an Geld, mit wel-chem er sich bei seinem Hauptmaune loskaufcn sollte, undindem sie nun so betrachteten und bejammerte», in was für