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solches nicht vertragen, wenn wir anders wachsen und zueinem Stück -Hauptvieh werden sollen." Der Gouverneurvertröstete mich eines Bessern und dünkte sich gar geschcidtzu sein, daß er solch einen ansehnlichen Narren aus mir ge-macht hätte. -Hingegen dachte ich: „Warte, mein lieberHerr! Ich habe die Probe des Feuers Überstunden und bindarin gehärtet worden; jetzt wollen wir versuchen, welchervon uns Beiden den Andern am Besten wird narren kön-nen." Inzwischen trieb ein geflüchteter Bauer sein Viehzur Tränke. Sobald ich dies sah, verließ ich den Gouver-neur und eilte mit einem Kälbergcplärr den Kühen zu,gleichsam als ob ich an ihnen saugen wollte. Diese ent-setzten sich, als ich zu ihnen kam, ärger vor mir als voreinem Wolfe, wiewohl ich ihrer Art Haare trug; ja, sicwurden so schellig und zerstoben dermaßen von einander,als wenn im Augustmonat ein Nest voll Hornissen unter siewäre gelassen worden, also daß sie ihr-Herr an selbigen. Ortenicht mehr zusammenbringen konnte, was einen artlicbenSpaß abgab. In einem Hui war ein Haufen Volks beieinander, welches der Gaukelfuhre zusah. Mein Herr lachte,daß er hätte zerbersten mögen, und sagte endlich: „Ein Narrmacht ihrer hundert!" Ich aber dachte: „Zupfe dich selbstan der Nase; denn eben du bist derjenige, welchem du jetztwahrsagst."
Gleichwie mich nun Jedermann von selbiger Zeit andas Kalb nannte, also nannte ich hingegen auch einen Jedenmit einem besondcrn spöttischen Nachnamen. Diese fielenmchrcntheils der Leute und sonderlich meines Herrn Vc-dünkcn nach, gar sinnreich aus; denn ich taufte einen Jed-weden , je nachdem seine Eigenschaften cs erforderten. Um
Volksroman. II. g