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wunderten sich, daß ein Kalb sollte reden können. Diesstand ihnen gerade so an, wie die gezwungenen Gebcrtcneines ncugeworbcnen ungeschickten Komödianten, der diePerson, welche er vertreten soll, nicht recht verstellen kann,so daß ich oft meinte, ich müßte ihnen selbst zu dem Postenhelfen. Sie berathschlagtcn sich, was sie mit mir machenwollten und wurden darüber einig, mich dem Gubernator z»verehren, als welcher ihnen, weil ich reden könnte, mehrschenken würde, als ihnen der Metzger für mich bezahlenmöchte. Sie fragten mich, wie mein Handel stände? Ichantwortete: „Liederlich genug!" Sie fragten: „Warum?"Ich erwiderte: „Darum, weil hier der Brauch ist, redlicheKälber in den Gänscstall zu sperren. Ihr Kerle müßt wis-sen, daß man, wofern man will, daß ein rcchtschaffcncrOchsaus mir werden soll, mich auch aufziehen muß, wie es einemehrlichen Stiere znsteht. Nach solch einen, kurzen Gesprächeführten sie mich über die Gasse nach dem Quartiere desGouverneurs zu. Es folgte uns eine große Schaar Bubennach, und weil dieselben eben sowohl als ich das Kälber-gcschrci schrieen, so hätte ein Blinder nach dem Gehöreurthcilen können, man treibe eine Heerde Kälber vaher;demGesichte nach aber sah cs einem Haufen sowohl sungcr alsalter Narren gleich.
So wurde ich von den beiden Soldaten dem Gouver-neur vorgcstcllt, gleichsam als ob sie mich erst auf Parteierbeutet hätten. Der Gouverneur beschenkte dieselbe» miteinem Trinkgelde, mir selbst aber versprach er die besten Sa-cken, die ich bei ihm haben sollte. Ich dachte wie des Gold-schmieds Junge, und sagte: „Wohl Herr! Man muß michaber in keinen Gänsestall sperren; denn wir Kälber können