griffen hätte und darüber in den Gänsestall gekommenwäre. Solches Alles brachte er mit einer wohlanständigenArt zu reden vor, so daß sich die Anwesenden trefflich zcr-lachcn mußten. Dabei entschuldigte er meine Einfalt undUnwissenheit auf eine so bescheidene Weise, daß ich wiederin meines Herrn Gnade kam und bei der Tafel aufwartendurste. Von dem jedoch, was mir im Gänscstalle begegnetund wie ich wieder aus demselben erlöst worden war, wollteer nichts sagen, weil ihn bedünkte, cs hätten sich an seinerPerson etliche Saturnische Holzböcke geärgert, die da ver-meinten, Geistliche sollten nur immer sauer sehen. Hinge-gen fragte mich mein Herr, um seinen Gästen einen Spaßzu machen, was ich meinem Kameraden gegeben hätte, daßer mich so saubere Künste gelehrt? Und als ich antwortete:„Nichts!" sagte er: „Nun, so will ich ihm das Lehrgeldfür dich bezahlen." So ließ er ihn denn hierauf in eineFuttcrwannc spannen und tüchtig durchkarbätschcn, auf die-selbe Weise, wie man mir's den vorigen Tag gemacht, alsich die Kunst probirt und falsch befunden hatte.
Mein Herr hatte nunmehr Nachricht genug von meinerEinfalr und wollte mich deswegen dazu stimmen, ihm undseinen Gästen noch mehr Lust zu machen. Er sah wohl,daß die Musikanten nichts galten, so lange man mich unterden Händen haben würde; denn ich dünkte Jedermann mitmeinen närrischen Einfällen über siebenzchn Lauten undPfeifen zu stehen. Mein Herr fragte also: warum ich dieThür an dem Gänscstalle zerschnitten und Reißaus gespielthätte. Ich antwortete: „Das mag wohl Jemand andersgcthan haben." Er fragte: „Wer denn?" Ich sagte:„Vielleicht der, welcher zu mir gekommen ist." „Wer ist