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zu Liebe getha», damit ich -mich an ihm rächen möge."„O kahle Rache!" antwortete ein ehrbares Gemüth, wel-ches dabei stand, „durch die man sein eigenes Gewissenbefleckt und den schändlichen Namen eines Ehebrechers übcr-kommt!" „Was! Ehebrecher?" antwortete er ihm miteinem höhnischen Gelächter, „ich bin darum kein Ehebre-cher, wenn schon ich diese Ehe ein wenig gebogen habe.Diese sind Ehebrecher, von denen das sechste Gebot sagt,allwo cs verbietet, daß Keiner einem Andern in den Gartensteigen und die Kirschen eher brechen solle, als der Eigen-thumsherr!" Und daß solches also zu verstehen sei, erklärteer gleich darauf »ach seinem Teufclskatechismus das siebenteGebot, welches diese Meinung deutlicher vorbringe, indemes sagt: „Du sollst nicht stehlen re." Solcher Worte trieber viele, also daß ich bei mir selbst seufzte und dachte:„O gottlästerlicher Sünder! Du nennst dich selbst einenEhebieger und den gütigen Gott einen Ehebrecher, weil erMann und Weib durch den Tod von einander trennt!Meinst du nicht," sagte ich aus übrigem Eifer und Ver-druß zu ihm, wiewohl er ein Officier war, „daß du dichmit diesen gottlosen Worten mehr versündigest, als mit demEhebruch selbst?" Er aber antwortete mir: „Halts Maul,du Mausekopf! Soll ich dir ein Paar Ohrfeigen geben?"Ich glaube auch, daß, ich solche dicht und dutzendweise bekom-men hätte, wenn der Kerl meinen Herrn nicht hätte fürch-ten müssen. Ich schwieg indeß still, und sah nachgehends,daß es gar keine seltene Sache war, wenn sich Ledige nachVerehelichten und Verehelichte nach Ledigen umsahen undihrer geilen Buhlerliebe Zügel und Zaum schießen ließen.
Als ich noch bei meinem Einsiedel den Weg zum ewi-