seinen Vorsatz, ein Einsiedel zu werden. Ich wehrte mitHänden und Füßen, was ich konnte, weil mich bcdünkte,daß solches Vorhaben zumal nach dem Papstthum schmecke,mit der Erinnerung, daß er dem Evangelium mehr mitseinem Degen würde dienen können. Aber vergeblich! denner machte so lange und viel mit mir, bis ich Alles eingingund ihn mit denjenigen Büchern, Bildern und Hausrathausstattcte, die du bei ihm gefunden hast, wiewohl er nurder wollenen Decke, darunter er selbige Nacht auf dem Strohgeschlafen hatte, für Alles dasjenige begehrte, was er mirverehrt hatte. Daraus ließ er sich einen Rock machen. Somußte ich auch meine Wagenkette, die er stetig getragen hat,mit ihm um eine goldene, daran er seiner Liebsten Bildnißtrug, vertauschen, also daß er weder Geld noch Geldcswcrthbehielt. Mein Knecht führte ihn an de» cinödesten Ortdes Waldes, und half ihm daselbst seine Hütte aufrichtcn.Wes Gestalt er nun sein Leben daselbst zugebracht hat,und womit ich ihm zu Zeiten an die Hand gegangen binund ausgeholfcn habe, weißt du sowohl, ja zum Theil nochbesser als ich."
„Nachdem nun neulich die Schlacht vor Nördlingcnverloren und ich, wie du weißt, rein ausgeplündert und zu-gleich übel beschädigt worden bin, habe ich mich hierher inSicherheit geflüchtet, weil ich ohnedies schon meine bestenSachen hier hatte. Und als mir die baarcn Geldmittelausgchen wollten, nahm ich drei Ringe und obengenanntegoldene Kette, mit sammt dem daranhangenden Bildnisse,die ich von deinem Einsiedel hatte, gleichwie sein Siegelringauch darunter war, und trug's zu einem Juden, um solcheszu versilbern. Der Jude aber hat cs der Köstlichkeit und