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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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Menschheit vom Sichtbaren zum Unsichtbarenhinüber gelenkt. Izt ging man weiter, die fer-nern Ansprüche der Vernunft auf eben jeneGrundwahrheiten zu prüfen. Mail nahm denGegenstand des Glaubens aus dem histori-schen Erkenntnißgrnnde für empfangen an, undsuchte sich mit dem Grunde des Glaubens innähere Bekanntschaft zu fezzen,

Diese war die zweite Periode, wo die Ver-nunft eigentlich in den schweren Prozeß verwik-kelt ward. Das Verhandeln dieser Sache gingendlich in aufgehäuften philosophischen Demon-strazionen eine Zeitlang durch, und man war mitder schmeichelnden Hofnuna zufrieden, den Streitetwa durch einen Vergleich auf diese Art beizu-legen: wenn die Geschichte die Materie, diePhilosophie aber die Form des Vernunftglau-bens in Ueberzeugungen hergäbe; bis man end-lich auf jene Epoche stieß, wo auch diese Beweisewieder neuen Prüfungen unterworfen wurden,und die Vernunft zwischen zweien der gefährlich-sten Nebenbuhler, dem Unglauben und Aber-glauben, eingeengt antraf.