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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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ral und Religion bewirkte. Christus stürztebeide Gebäude nieder, und behielt aus ihrenTrümmern nur so viel znrük, als zu seinem eige-nen, ganz neuen und vortreflichen Sittengcbäudenoch Brauchbares darunter war.

Da seine Sendung das Wohl der ganzenMenschheit zum Entzwekke hatte, so war auchseine Grundlage so fest und unerschütterlich,daß sich der spizffndigste Philosoph vergebens anihre Untergrabung wagte, und der gemeinsteMenschenverstand seine sicherste Freistätte aufihr finden konnte. Beider Bedürfnissen warddurch die glückliche Verbindung der Moral undReligion eben so bald abgeholfen, als in seinerLehre der Mittelbegriff festgesezt war, an densich die feinste Spekulation und die sinnlichsteVorstcllungsart der Menschen mit gleicher Leich-tigkeit anschlicssen konnte.

Allenthalben, wo man sich dieser Lehregemäß Las höchste Wesen als Vater, und dasMenschengeschlecht als dessen Familie dachte,wurde die Moral auch für den gemeinsten Ver-C 4 stand