stand einleuchtend, und die Religion für den kalt-blütigsten Philosophen rührend *). Moral undReligion waren nun nicht nur miteinander aus-gesöhnt, sondern auch durch inniges Verhältnißvereinigt, nach welchem die Moral wenig-stens in sofern von der-Religion abhing, als hederselben ihre Ausbreitung und Wirksam-keit zu danken hatte. Die religiöse Sankzio»verschafte den feinern und erhabenen Vorschriftender Moral den allgemeinern Eingang, densie außerdem bei dem rohen und ungebildetenVerstände des gemeinen Mannes nicht gesunde»hätten, und gab ihnen das höhere Interesse,ohne welches sie auf das Herz des kälterenDenkers gemeiniglich geringe Wirkung äußern.Der Eine vergab „nun seinen Feinden,, um deshimmlischen Vaters willen, der „seine Sonneüber Gute und Döse aufgehen läßt,, und erfüllte.
da-
*) Zeh bediene mich hier der eigenen Worte desHrn. Host. Neinhold in seiner Auswahl derbesten Aufsazzcn über komische Philos. S. 66.Sie haben zu starken Eindruk auf mich gemache,als daß ich mich hatte entschlieffen können,das geringste zu ändern.